Tarifvertrag öffentlicher dienst der länder

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Die Mehrheit der Lehrer in den ostdeutschen Bundesländern – mit Ausnahme Brandenburgs – hat derzeit den Status von Angestellten. Die Lehrer, die ihre Lehrqualifikation in der DDR erworben hatten, konnten aber auch auf der Grundlage des Einigungsvertrags und der Landesordnung als Beamte eingesetzt werden. Die Ständige Kultusministerkonferenz der Länder einigte sich im Mai 1993 auf die Anerkennung von Lehrerausbildungskursen in der ehemaligen DDR und deren Zuordnung zu konventionellen Karrierewegen (Vereinbarung über die Anerkennung und Zuordnung der Lehrerausbildungsgänge der ehemaligen DDR zu herkömmlichen Laufbahnen), um die Gehaltsgruppen von Lehrern zu klären, die ihre Ausbildung in der DDR erhalten haben. Die Vereinbarung hat dazu beigetragen, dass in den meisten ostdeutschen Bundesländern Regelungen erlassen wurden, nach denen das Lehrpersonal den Beamtenstatus erhalten und in die Lohnstruktur der westdeutschen Bundesländer integriert werden kann. Langfristige Abwesenheiten, wie Mutterschaftsurlaub oder mehrmonatiger Krankheitsurlaub, können durch die Ernennung von Lehrern mit befristeten Verträgen abgedeckt werden. Ein weiteres Maß für die Deckung abwesender Lehrer kann die vorübergehende Zusammenlegung von Klassen oder Kursen sein, was jedoch nur in besonderen Fällen möglich ist. Die Regelungen für die Dauer dieser Maßnahme sind von Land zu Bundesland unterschiedlich. Im Jahr 2017 gelten in der Regel folgende Regelungen für die Bereitstellung von Lehrern mit Beamtenstatus: Die einzigen relevanten Kriterien für die Beförderung sind Eignung, Qualifikationen und Leistungsnachweis und nicht die Dauer des Dienstes. In den meisten Bundesländern dürfen Führungspositionen nur dann geschaffen werden, wenn die damit verbundenen Funktionen spürbar höher sind als die der unteren Lohngruppe. Das bedeutet, dass niemand ohne Änderung seiner Verantwortlichkeiten oder Seiner Position in eine höhere Skala oder Gehaltsgruppe befördert werden kann. Aufgrund der aktuellen Schwankungen bei der Gesamtzahl der Schüler, des zunehmenden Mangels an öffentlichen Ausgaben, des steigenden Durchschnittsalters des Lehrpersonals und der neuen Aufgaben, die die Schulen erfüllen müssen, z.B. der Weiterentwicklung von Angeboten für die intramurale Ganztagsbetreuung, haben einige Bundesländer Planungsgruppen eingerichtet, die alternative Konzepte zur Regelung der Lehrerarbeitszeit diskutieren sollen.

Mehrere Bundesländer haben inzwischen Sondermodelle für die Arbeitszeit der Lehrer eingeführt (Arbeitszeitkonten, Modell der voraussichtlichen Unterrichtszeiten), die die Arbeitszeit der Lehrer flexibel an die Schwankungen der Schülerzahlen anpassen sollen: Für einige Jahre müssen die Lehrer eine zusätzliche Zeit unterrichten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Anzahl der Unterrichtszeiten für die gleiche Dauer um einen Zeitraum verkürzt. Fruchtbare Verhandlungen zwischen Behörden und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, einschließlich der Bildungsgewerkschaften von Education International, haben zu einer Gehaltserhöhung von 8 % für beschäftigte Beschäftigte im öffentlichen Dienst geführt. Bis 2030 wird die Gesamtzahl der für Deutschland verfügbaren ausgebildeten Lehrer daher in etwa dem Bedarf entsprechen.